Seit mehr als zehn Jahren begleitet die digitale Patientenakte den klinischen Alltag im Landesklinikum Mauer – und hat sich zu einem unverzichtbaren Werkzeug für alle Berufsgruppen entwickelt.
Was 2012/2013 mit der Einführung der digitalen Pflegeplanung begann und durch die digitale Therapieplanung sowie Leistungsdokumentation erfolgreich fortgesetzt wurde, fand seinen Abschluss in der Umsetzung der digitalen Fieberkurve sowie der datenbankgestützten Medikamentenverordnung inklusive des gesamten Medikationsprozesses ab 2016. Diese Tools sind heute zentrale Elemente für das Risikomanagement, die Qualitätssicherung und eine moderne Patientinnen- und Patientenversorgung auf höchstem Sicherheitsniveau.
Die digitale Fieberkurve ersetzte nicht nur die handschriftliche Dokumentation von Vitalparametern, sondern veränderte die Arbeitsabläufe nachhaltig. Vitalwerte stehen seither jederzeit aktuell und standortunabhängig zur Verfügung. Dies beschleunigt klinische Entscheidungen und ermöglicht ein rasches Erkennen von Veränderungen des Gesundheitszustands. Gleichzeitig entfallen Übertragungsfehler, schlecht lesbare Einträge und Doppelerfassungen – ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten.
Auch die digitale Medikamentenverordnung brachte einen deutlichen Qualitätssprung. Durch die Integration der Arzneimitteldatenbank des Apotheker-Verlags stehen allen Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften umfassende Informationen zu Indikationen, Warnhinweisen und Wechselwirkungen zur Verfügung. Die tagesaktuelle Verfügbarkeitsprüfung im Logistikzentrum des Landesklinikums erleichtert zudem die sichere Verordnung und Bereitstellung von Medikamenten. Jede Änderung ist lückenlos dokumentiert und nachvollziehbar – von der ärztlichen Anordnung bis zur Verabreichung durch die Pflegepersonen. Die aktuelle Verordnung wird zusätzlich durch den Etikettenausdruck der Medikation qualitätsgesichert. Fehlerquellen konnten so deutlich reduziert werden.
Bereits im Vorfeld der Fieberkurve wurde der gesamte Pflegeprozess digitalisiert und mit standardisierten POP-Pflegediagnosen (Problem – Ursache – Symptom) hinterlegt. Diese Strukturierung unterstützt die Pflegekräfte dabei, klinische Beobachtungen präziser zu dokumentieren, individuelle Pflegeziele zu setzen und evidenzbasierte Maßnahmen abzuleiten.
Die Vorteile im Überblick:
Zentralität: Alle relevanten Daten sind sofort verfügbar.
Effizienz: Doppelaufwände entfallen konsequent.
Entscheidungshilfe: Leitlinienvorschläge unterstützen den klinischen Alltag.
Transparenz: Evaluation und Qualitätssicherung sind lückenlos möglich.
Nachweisbarkeit: Die Dokumentation bildet eine klare Grundlage für die Leistungsdarstellung.
Durch die Bereitstellung ausreichender Hardware und den Verzicht auf Doppeldokumentation bietet das System ein Höchstmaß an Rechts-, Patientinnen- und Patientensicherheit. So werden wertvolle Zeitressourcen frei, die direkt den Patientinnen und Patienten zugutekommen.
Die vergangenen zehn Jahre zeigen deutlich: Die digitale Patientenakte im Landesklinikum Mauer ist weit mehr als ein technisches System. Sie stärkt die Sicherheit, verbessert die interprofessionelle Zusammenarbeit und entlastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der digitalen Fieberkurve, der elektronischen Medikamentenverordnung und dem digitalisierten Pflegeprozess wurde ein Fundament geschaffen, das die Versorgung nachhaltig prägt und die Mitarbeitenden für neue Softwareanwendungen der Zukunft bestens rüstet.
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Landesklinikum Mauer / Golicza
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BILDTEXT
v.l.n.r.: Leitender Qualitätsmanager Johann Schoder, Oberärztin Dr. Tessa Thomanek, Oberärztin Dr. Romana Kindermann, Stationsleitung Stationäre Psychotherapie Leopoldine Winninger
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Harald Höllmüller
Landesklinikum Mauer
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