Fachimpulse zur Suizidprävention am Landesklinikum Mauer

MAUER. Im Rahmen der laufenden Veranstaltungsreihe vertieft das Landesklinikums Mauer den interprofessionellen Diskurs zur Suizidprävention.

Die dritte Veranstaltung der monatlichen Fachreihe des Landesklinikums Mauer stand im Juni ganz im Zeichen der Suizidprävention. Unter dem Titel „Suizidprävention – Ursachen erkennen & Perspektiven eröffnen“ versammelten sich erneut zahlreiche Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialbereich sowie interessierte Personen, um sich mit einem der sensibelsten und zugleich bedeutendsten Themen der modernen Psychiatrie auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung war wie bereits die beiden vorangegangenen Termine vollständig ausgebucht.

 

Suizidale Krisen zählen zu den größten Herausforderungen für das Gesundheitswesen und die Gesellschaft. Sie entstehen aus einem komplexen Zusammenspiel individueller, sozialer und struktureller Faktoren. Moderne Prävention setzt daher beim Verstehen, Erkennen und rechtzeitigen Handeln an. Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Vielschichtigkeit suizidaler Krisen. Die Vortragenden beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen professionellen Blickwinkeln, darunter:

 

  • Suizid und Medien: Wie Berichterstattung wirkt und welche Verantwortung Medien tragen

  • Perspektiven aus der Palliative Care: Umgang mit existenziellen Krisen am Lebensende

  • Suizid bei Jugendlichen: Risikofaktoren, Warnsignale und präventive Zugänge aus Sicht eines Experten und gleichzeitig von einem Betroffenen

  • Suizidprävention im Spitzensport: Psychische Belastungen in leistungsorientierten Umfeldern

 

Ziel der Veranstaltung war es, das Wissen der Teilnehmenden zu vertiefen, die Sensibilität im Umgang mit suizidalen Krisen zu stärken und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den beruflichen wie gesellschaftlichen Alltag aufzuzeigen. Die Fachreihe des Landesklinikums Mauer verfolgt damit konsequent ihr Anliegen, aktuelle psychiatrische Themen in hoher Qualität aufzubereiten und einem breiten Fachpublikum zugänglich zu machen.

 

Der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Mauer, Prim. Dr. Christian Korbel, betonte die gesellschaftliche Verantwortung, die mit dem Thema einhergeht, „Suizidprävention ist eine gemeinsame Aufgabe. Je besser wir verstehen, wie suizidale Krisen entstehen und wie wir frühzeitig reagieren können, desto eher gelingt es uns, Leben zu schützen. Veranstaltungen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag, Wissen zu bündeln, Hemmschwellen abzubauen und Mut zu machen, hinzuschauen und zu handeln.“

 

Die Veranstaltungsreihe wird im kommenden Monat fortgesetzt und widmet sich dem hochaktuellen Thema „Klima & Psyche“. Details zur Anmeldung folgen in Kürze. 

 

 

BILDTEXT

V.l.n.r.: Golli Marboe, Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Christian Korbel, Univ.-Prof. Dr. Dr. Eva Katharina Masel, MSc, Dr. Alexander Schorb, Prim. Dr. Thomas Kapitany, Univ.-Prof. Dr. Thomas Niederkrotenthaler

 

FOTOCREDIT: Landesklinikum Mauer

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